Nutzbar auch für externe Unternehmen aus den Bereichen Zahnmedizin und Biowissenschaften

Seit dem 25. Oktober ist das Zahnmedizinisch-Biowissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungs­zentrum Witten (ZBZ) um einen weiteren Baustein reicher: In der Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke steht nun ein neues Rasterelektronenmikroskop im Wert von 385.000 Euro zur Verfügung. Finanziert wurde die Neuanschaffung zur Hälfte von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und zu 40% vom Land NRW. Die restlichen 10 % teilen sich die Universität und die Fördergemeinschaft Zahnheilkunde, ein Zusammenschluss hauptsächlich von niedergelassenen Zahnärzten. Das Rasterelektronenmikroskop kommt insbesondere den Doktoranden des Departments zugute, die ihre Untersuchungen für die Doktorarbeit an diesem Gerät durchführen können.

Ein Rasterelektronenmikroskop kann Gegenstände bis zu eine Million Mal vergrößern. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Lichtmikroskop vergrößert 2000 Mal. Der Name des Gerätes leitet sich daher ab, dass darin ein Elektronenstrahl die Oberfläche des zu untersuchenden Objektes abtastet, rastert – wie die Fachleute sagen. „Wir werden das Gerät hauptsächlich in der Forschung der Zahnmedizin einsetzen“, kündigt Prof. Dr. Wolfgang Arnold an. Er und seine Kollegen interessieren sich für die Entstehung von Karies: „Wir können damit z. B. den Einfluss von Fluorid auf die Oberfläche der Zähne analysieren, aber auch die Abnutzung von Kronen und Füllungen wird ein Untersuchungsthema sein. Denn durch die hohe Abbildungsleistung dieses modernen Gerätes können wir auch feinste Rauigkeiten sichtbar machen.“ Außerdem geht es um den Wiederaufbau von Kieferknochen für Implantate, auch das ein Forschungsthema an der Wittener Zahnklinik im ZBZ.

Das Gerät steht darüber hinaus auch lokalen, regionalen und überregionalen kleinen und mittleren Unternehmen sowie innovativen Gründern aus den Bereichen Zahnmedizin und Biowissenschaften zur Verfügung. Es unterstützt diese Unternehmen u.a. bei deren Forschung, individuellen Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sowie Beratungsdienstleistungen. "Gerade durch die räumliche und funktionale Nähe zur Wissenschaft und zur Wirtschaft und den damit verbundenen direkten Zugangsmöglichkeiten zu neuesten High-Tec-Methoden bietet dieses Angebot eine Einzigartigkeit, die seinesgleichen sucht", so Geschäftsführer Klaus Völkel vom ZBZ Witten. 

Für den kommenden März ist eine offizielle Einweihungsfeier in Vorbereitung.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Arnold, 02302/926-658, wolfgang.arnold@uni-wh.de
ZBZ Witten, 02302/915-111, info@zbz-witten.de

ZBZ-Geschäftsführer Klaus Völkel (links) freut sich über das neue Rasterelektronenmikroskop in der Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke. Foto: Walter Fischer