Forschung und Entwicklung, die bei den Menschen ankommt
Bei ihrem Besuch am Mittwoch den 18.04.2012 machte sich NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens ein Bild vom ZBZ Zahnmedizinisch-Biowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten, den dort agierenden Unternehmen, deren Produkten sowie dem konkreten Nutzen für die Zahngesundheit und somit der Lebensqualität der Menschen.
Bereits zahlreiche bekannte Produkte zur Unterstützung der Zahngesundheit kommen aus dem ZBZ. Vom ORMED-Institut im ZBZ werden beispielsweise Zahnbürsten namhafter Hersteller auf ihren Wirkungsgrad getestet. An der Zahnklinik werden zuckerfreie, zahnfreundliche Süßwaren wissenschaftlich darauf geprüft, dass sie weder Karies noch andere säurebedingte Schäden an den Zähnen verursachen. Bei bestandenem Test wird dann das „Zahnmännchen mit Schirm“ als Kennzeichnung für den Verbraucher vergeben. Ein Gründerunternehmen aus dem Jahre 2009, die ELISCHA Business Development, hat ein System zur optimierten Zahnhygiene von Prothesenträgern entwickelt. Nicht nur das einfache und sicherere Entnehmen der Prothese, sondern auch das korrekte Zähnebürsten sowie die gründliche Reinigung der Zahnprothese selbst sind gewährleistet – Schulung von Pflegepersonal inklusive. Die Entwicklung und Erprobung eines schmerzarmen, laserbasierten Verfahrens zur Einbringung von Implantaten kommt Zahnpatienten ebenso zu Gute wie die Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur Reinigung von Zahnzwischenräumen weiterer Gründerunternehmen. Die unterschiedlichsten Fachleute aus Zahnmedizin, Werkstoffwissenschaften, Mikrobiologie, Kieferorthopädie, Industriedesign und vielen anderen Disziplinen sowie deren Austausch und Synergien werden im ZBZ gefördert. Innovative Gründer finden ein optimales Umfeld, um ihre Ideen erfolgreich zum Menschen zu bringen. Geschäftsführer Leif Grundmann: „Gute drei Jahre nach der Eröffnung finden immer mehr spannende Ideen ins ZBZ und starten von hier ihren Weg in den Markt.“
Nach einem kurzen Vortrag und einer Führung durch das Zentrum war Ministerin Steffens überzeugt: „Die erfolgreiche Verzahnung unterschiedlicher Kompetenzen aus Forschung und Entwicklung führt zur Steigerung der Zahngesundheit und damit der Lebensqualität von Menschen – das was im ZBZ entwickelt wird, kommt beim Menschen an.“ Steffens unterstrich auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels die Bedeutung der Zahngesundheit im Alter. Die Entwicklung menschenbezogener, patientenorientierter, praktisch anwendbarer und bei Bedarf mobiler Versorgungskonzepte sieht sie als großen Aufgabenbereich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung.
Weiter stellt die Ministerin heraus: „Das ZBZ Witten zeigt ganz besondere Kompetenzen im Bereich der Zahnmedizin und steht damit beispielhaft für die enormen Kompetenzen NRWs im Bereich der Gesundheitswirtschaft.“ Der Gesundheitscampus Bochum werde der Region weitere Impulse zur Stärkung dieser Kompetenzen und der Gesundheitswirtschaft im Sinne der Bevölkerung geben.
Zum Abschluss eines anschaulichen Besuchstermins mit kurzen Vorträgen und Vorführungen einiger Mieter bedankt sich Geschäftsführer Leif Grundmann bei der Ministerin für den Besuch mit einem kleinen Geschenkekorb: „Frau Ministerin, wir wissen, dass für Sie Forschung, Entwicklung und Technologie vor allem dann von Bedeutung sind, wenn sie von konkretem Nutzen für die Menschen sind. Als anschauliche Beispiele hierfür möchten wir Ihnen eine Auswahl von Produkten mitgeben, die Sie bereits aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt kennen - alle entwickelt oder getestet im ZBZ. Forschung und Entwicklung, die bei den Menschen ankommt, Forschung aus NRW, Entwicklung aus Witten!“