Im Dezember 2008 wurde das ZBZ nach rund 2 Jahren Bauzeit offiziell eröffnet. Seitdem finden immer mehr spannende Geschäftsideen ins ZBZ, starten von hier ihren Weg in den Markt und schaffen dabei Arbeits- und auch Ausbildungsplätze. Die Unternehmen im ZBZ decken mittlerweile eine breite Palette verschiedener Tätigkeitsfelder ab.

Ein Blick zurück

Das ZBZ wurde durch die Stadt Witten errichtet und bei einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 16,7 Mio. EUR mit Fördermitteln der EU und des Landes NRW in Höhe von rund 11,6 Mio. EUR bezuschusst. Baubeginn war im Oktober 2006, offizielle Eröffnung am 5. Dezember 2008. Bereits vor der Eröffnung waren die ersten Mieter, das Dentallabor Löring und die Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke, eingezogen. Fünf Jahre später, 2012, waren es 12 Mieter bei einer Auslastung von gut 60 Prozent der Gesamtfläche. Die Zahl der Mieter unterliegt immer wieder leichten Schwankungen und hat sich seit 2015 bei einer Zahl zwischen 17 und 19 eingependelt. 

Zur Umsetzung sowohl des Bauprojektes als auch für den späteren Betrieb wurde die ZBZ Witten GmbH ins Leben gerufen. Die ZBZ Witten GmbH wie auch die Immobilie selbst gehören zu 100 Prozent der Stadt Witten. Der Vertreter der Gesellschafterin ist das Bindeglied zwischen der GmbH und dem Aufsichtsrat, trifft die wichtigen Beschlüsse, die zuvor von Aufsichtsrat und Stadt Witten auf den Weg gebracht wurden. Der Aufsichtsrat setzt sich aus acht Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin zusammen, des Weiteren nimmt ein Vertreter der Beteiligungsverwaltung an den Sitzungen teil. Aussichtsratsvorsitzender ist das CDU-Ratsmitglied Heiko Kubski. 

ZBZ –Zentrum für Life Sciences und orale Medizin 

Aktuell hat das ZBZ mit der Zahnklinik insgesamt 17 Mieter und ist damit zu 80 Prozent ausgelastet. Die Tätigkeitsfelder: Forschung, Entwicklung und Anwendung von der oralen Medizin und Technologie über Business Development und Softwarelösungen aus dem Bereich Life Sciences bis hin zu spezialisierten Dienstleistungsangeboten. Zusammen bieten die Unternehmen rund 220 Menschen (davon ca. 120 in der Zahnklinik) einen Arbeitsplatz und 16 (davon 11 in der Zahnklinik) einen Ausbildungsplatz.

Überdies ergänzt das ZBZ mit der Zahnklinik den ambulanten Schwerpunkt auf dem Universitätscampus, wo im benachbarten FEZ seit drei Jahren die psychologische Uni-Ambulanz erfolgreich arbeitet und kürzlich die dritte Ambulanz für Allgemeinmedizin eröffnet wurde. Der Standort an der Alfred-Herrhausen-Straße entwickelt sich als wichtiger Standortfaktor der Wittener Gesundheitswirtschaft.

Regio Call Projekt „KLIC.Ruhr – Kompetenzverbund Life Science Ruhr“

Für seine zukünftige Ausrichtung setzt das ZBZ unter anderem auf eine weitere Vernetzung im Rahmen des Regio Call Projektes „KLIC.Ruhr – Kompetenzverbund Life Science Ruhr“. Gemeinsam mit den BioMedizinZentren Bochum und Dortmund, dem Kompetenzzentrum Bio-Security Bönen ist unter Federführung des Vereins bioindustry e.V. bereits ein Antrag auf Projektförderung gestellt. Ziel ist es, den Transfer von Bedarfen der Wirtschaft in die Wissenschaft und den Transfer von wissenschaftlichem Know-how aus Forschungsprojekten (Patente, Projektergebnisse etc.) in die Wirtschaft zu systematisieren und zu kanalisieren. Hemmnisse im Bereich der Existenzgründung sollen abgebaut, die Gründungs- und auch die Patentquote in der Region erhöht werden. Die Entscheidung über den Förderantrag steht noch aus.

Produkte zur Unterstützung der Zahngesundheit aus dem ZBZ

Immer mehr spannende Geschäftsideen finden ihren Weg ins ZBZ und starten von hier aus in den Markt. So hat eXceed hat eine patentierte Reihe computergestützter und kieferorthopädischer Dienstleistungen für die Korrektion der Zahnstellung entwickelt. Durch den Einsatz geeigneter Technologien wie 3D-Druck werden kieferorthopädische Aligner und Bracketsysteme hergestellt, die höchsten Standards der Branche gerecht werden. Vom ORMED-Institut werden beispielsweise Zahnbürsten namhafter Hersteller auf ihren Wirkungsgrad getestet. An der Zahnklinik werden zuckerfreie, zahnfreundliche Süßwaren wissenschaftlich darauf geprüft, dass sie weder Karies noch andere säurebedingte Schäden an den Zähnen verursachen. Bei bestandenem Test wird dann das „Zahnmännchen mit Schirm“ als Kennzeichnung für den Verbraucher vergeben. Ein Gründerunternehmen aus dem Jahre 2009, die ELISCHA Business Development, hat ein System zur optimierten Mundhygiene von Prothesenträgern auf biokompatibler Basis zur Marktreife gebracht und bietet seine Expertise im Bereich Business Development Medical nun auch international agierenden Unternehmen an. 

Kontakt:

Klaus Völkel (Geschäftsführer)
info@zbz-witten.de

v.l.n.r.: Prof. Dr. Stefan Zimmer; Prof. Dr. Peter Gängler; Dr. Sonja Leidemann; Ralph Hiltrop; Klaus Völkel